At. Bin. Hand und Kunstwerk

Die Hand, Repräsentationsorgan der leiblichen Gestaltung, gerät in der Kunst der Moderne aus dem Blick.

Deshalb ist es angezeigt, ihre konstituierende Leistung im Kunstschaffen seit mehr als 30tausend Jahren zu erinnern. Dies unter der eigentlichen pädagogischen Frage, welcher Verlust entsteht, und welcher Gewinn, und unter der allgemeineren Frage nach einer Kulturgeschichte der Hand.

Im Zentrum der Überlegung steht die Frage, ob und wie sich das Denken ohne die Tätigkeit der Hand vollziehen lässt.

Im vorgenommenen engeren Kreis der Frage wird kunsthistorisch untersucht, wie die Arbeit der Hand in der Literatur und der Musik ihre Rolle spielt. Zentrum der Überlegungen Die Hand in der Bildenden Kunst, d.h. der Zeichnung, der Malerei, Foto, Druckgrafik, Plastik und verwandten Gebieten.

Eine Blickausweiterung erfährt das Vorhaben mit der Beschreibung von Bildern, die die Natur selbst herstellt.

Dieser Text konnte nur entstehen als Parergon zu einer eigenen künstlerischen Praxis. Ich habe alles, selbst in Literatur und Musik, ausprobiert, um kundiger zu werden, und nur zu diesem Zweck. Meine Lehrveranstaltungen haben das Thema Hand und Bild oft fächerübergreifend gefasst. Ich benutze Beispiele aus der Unterrichtspraxis zur Illumination.

Das Buch richtet sich an Studierende und Lehrende der Kunst- und Kulturpädagogik, die aus einem Vergleich zwischen ihrem Fachlichkeit der neuesten Moderne (seit DURCHAMPS) eine Lücke spüren. Interessierte Schüler mögen es quasi propädeutisch zur Hand nehmen, Fachwissenschaftlern wird das eine Notiz in einem Literaturverzeichnis wert sein. Aber den einen oder anderen Gedanken des Buches aufzugreifen kann auch dann nützen, wenn ihn schließlich beiseite legt, nämlich zur Schärfung der eigenen Position.

 

Korrigierte Fassung 02.05.12